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Kita-Kinder spritzen bei der Feuerwehr Grünberg selbst

In einem spannenden Erlebnis durften Kinder aus der Kita bei der Feuerwehr in Grünberg selbst handeln. Ein besonderes Ereignis, das Wissen und Spaß vereinte.

Von Peter Schneider20. August 20262 Min Lesezeit

An einem strahlend blauen Tag im Herbst versammelten sich die Kinder der örtlichen Kita vor der feuerwehrrot angestrichenen Wache in Grünberg. Ein strahlendes Lächeln auf jedem Gesicht, die Aufregung war förmlich zu spüren. Heute stand ein ganz besonderes Abenteuer auf dem Programm: Die Kinder sollten selbst mit einem Feuerwehrschlauch spritzen. Aber war das wirklich eine gute Idee?

Die Feuerwehrleute, die im Frühdienst waren, hatten sich extra viel Zeit genommen, um den Kleinen die verschiedenen Facetten ihrer Arbeit vorzustellen. Zuerst gab es eine kleine Einführung zu den Ausrüstungsgegenständen und den Aufgaben eines Feuerwehrmannes. "Aber was macht man, wenn es brennt?", fragte ein besonders neugieriger Junge. „Es gibt viele Schritte, die wir befolgen müssen, aber eines der wichtigsten Dinge ist, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu geraten“, erklärte ein Feuerwehrmann. Das klingt einfach, aber wie oft sehen wir in den Nachrichten Menschen in Panik geraten, wenn es darauf ankommt?

Ein Erlebnis, das Fragen aufwirft

Die Kinder schienen gebannt. Doch während sie gebannt zuschauten, fragte ich mich: Ist es wirklich sicher, kleinen Kindern, die gerade erst lernen, mit Wasser zu spielen, die Macht eines Feuerwehrschlauches anzuvertrauen? Die Begleitung durch die Feuerwehrleute war zwar professionell, doch was passiert, wenn ein Kind überfordert ist? Und wie steht es um die Bedeutung des Sicherheitsbewusstseins in einem so frühen Alter?

Nachdem sie die Sicherheitsanweisungen erhalten hatten, durften die Kinder schließlich selbst Hand anlegen. Mit strahlenden Augen und viel Enthusiasmus zogen sie in einem kleinen Wettkampf um die Wette. Es war eine Szene des puren Glücks. Doch während das Wasser in glitzernden Bögen durch die Luft spritzte, nagte ein Gedanke in mir: Wie viel von diesem Spaß könnte den Kindern tatsächlich beibringen, was es bedeutet, im Notfall verantwortungsbewusst zu handeln?

Die Feuerwehrleute waren geduldig und erklärten anschließend, wie wichtig Teamarbeit und Disziplin sind. Aber ist es ausreichend, den Kindern zu zeigen, wie man Wasser spritzt? Geht es nicht auch um das Verständnis für Gefahren und die Verantwortung, die jeder von uns trägt? Ein feuchter Feuerwehrschlauch und lachende Gesichter sind zwar schön, aber sind sie genug, um das Bewusstsein zu schärfen?

Nach der spritzigen Stunde gingen die Kinder zurück zur Kita, durchweicht, aber überglücklich. Sie hatten nicht nur eine Erfahrung gemacht, die sie wohl nie vergessen würden, sondern hatten auch etwas über die Feuerwehr gelernt. Doch auch ich konnte nicht umhin, mich zu fragen, was wir als Gesellschaft unseren Kindern wirklich beibringen wollen. Ist es nur der Spaß, der zählt, oder sollte auch das verantwortungsvolle Handeln einen Platz im Herzen der Kinder finden?

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